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Siegerteam des Wettbewerbs „info.​energiewendebauen – An urban hub for the SDE21!“ steht fest

15.06.2020

● Den ersten Platz erzielte der Entwurf „Step by Step“ von der Fachhochschule Südwestfalen und dem Berufskolleg für Technik Lüdenscheid. © FH-SWF/BKT-Luedenscheid

Bei dem vom BMWi geförderten Wettbewerb „info.energiewendebauen – An urban hub for the SDE21!“ waren Teams aus Studierenden und Auszubildenden aufgerufen, gemeinsam einen Informationspunkt für den Solar Decathlon Europe 21 rund ums Thema energieeffizientes Bauen zu entwerfen. Nun steht das Siegerteam fest.

Die Zusammenarbeit von Auszubildenden und Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen durch ein gemeinsames Projekt zu unterstützen, lautete das Ziel des Wettbewerbs „info.energiewendebauen – An urban hub for the SDE21!“.

Gesucht wurde bei dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Wettbewerb ein architektonischer Entwurf für einen wiederverwendbaren und ressourceneffizienten Informationspunkt, auch „urban hub“ genannt. Dieser soll Besucher*innen auf den Solar Decathlon Europe 21 in Wuppertal aufmerksam machen und über energieeffizientes Bauen informieren.

Aus insgesamt 14 nationalen Bewerbungen prämierte die Jury um ihren Vorsitzenden Prof. Peter Russell von der TU Delft (Niederlande) nun die drei besten Entwürfe.

Blickfang: Treppe im öffentlichen Raum

Gewonnen hat der Entwurf „Step by Step“ von der Fachhochschule Südwestfalen und dem Berufskolleg für Technik Lüdenscheid. Er nutzt die Treppe im öffentlichen Raum, um mit der Öffentlichkeit in Kontakt zu treten. Durch die Ummantelung der Treppe entsteht ein Raum für Ruhe und Kontemplation. Besucher*innen sind eingeladen, die im Innenraum entlang einer Zeitachse bereitgestellten Informationen gezielt wahrzunehmen.

An den Außenseiten lenkt das Gebäude die Aufmerksamkeit auf Fragen des Klimawandels, des energieneutralen städtischen Lebens und auf die Verantwortung im Umgang mit vorhandenen Ressourcen. Zudem ist der Entwurf selbst als energieautarkes Gebäude mit heimischem Nadelholz konzipiert. So lässt sich der Vorschlag als robuster, wiederverwendbarer und ressourceneffizienter städtischer Informationspunkt realisieren.

Zweiter & dritter Platz

Den zweiten Platz belegt der Entwurf „waste.less“ der Technischen Hochschule Mittelhessen und des Bundesbildungszentrums des Zimmerer- und Ausbaugewerbes Kassel. Das Team schafft durch eine innovative und zugleich bewusst traditionelle Verarbeitungsform ein Raumgebilde mit hoher Strahlkraft und sensorischer Qualität.

● Der 2. Platz ging an den Entwurf „waste.less“ © Technische Hochschule Mittelhessen/Bundesbildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes Kassel

Den dritten Preis bekommt das Team der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover mit der Schule für Berufe am Bau (BBS3) der Region Hannover für ihren Entwurf „BOX²“. Sie setzen mit zwei kombinierten Boxen, ausgeführt als intelligente Konstruktion mit einer leichten, transluzenten Hülle, bewusst eine Landmarke in der Stadtlandschaft.

● Den 3. Platz sicherte sich der Entwurf „BOX²“ © Leibniz Universität Hannover/ Schule für Berufe am Bau (BBS3) der Region Hannover

Über einen Ankauf können sich gleich zwei Teams freuen:

  • Die Hochschule Wismar zusammen mit dem Bundesbildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes Kassel und dem Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik.
  • Die Hochschule Trier zusammen mit der Geschwister-Scholl Schule Berufsbildende Schule Saarburg/Hermeskeil.

● Ankauf I © Hochschule Wismar/ Bundesbildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes Kassel/Fraunhofer IEE Kassel

● Ankauf II „Magic Cube“ © Hochschule Trier/BBS Saarburg-Hermeskeil

„Hohes Niveau der eingereichten Beiträge“

Insgesamt wurde ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro ausgeschüttet. Dr. Eva Maria Kasparek vom BMWi und selbst Mitglied der Jury ist von der Qualität der Bewerbungen begeistert: „Insgesamt war das Niveau der eingereichten Entwürfe sehr hoch. Wir freuen uns, dass dieser Wettbewerb einen Beitrag zur Stimulierung der Zusammenarbeit von Handwerk und Hochschulen liefern konnte.“

Vom Entwurf zur baldigen Umsetzung

Für das Siegerteam geht es nun weiter. Ihr Entwurf wird im Rahmen des Solar Decathlon Europe 21 umgesetzt. Der internationale Hochschulwettbewerb für nachhaltiges Bauen und Leben in Städten findet 2021 und 2022 in Wuppertal statt und wird vom Projektteam der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen der Bergischen Universität organisiert.

„In den kommenden Wochen werden Realisierungsgespräche geführt. Das erstplatzierte Konzept soll noch im Sommer dieses Jahres baulich umgesetzt werden und neugierig auf unser Hauptevent im Sommer 2022 machen“, erklärt Dr.-Ing. Katharina Simon, Direktorin für Architektur und urbane Innovation im SDE21-Team der Bergischen Universität.

Die Auslobung des Wettbewerbs erfolgte durch den Projektträger Jülich (PtJ) in der Forschungszentrum Jülich GmbH im Rahmen der Förderbekanntmachung „EnEff.​Gebäude.2050 – Innovative Vorhaben für den nahezu klimaneutralen Gebäudebestand 2050“. Fachlich und organisatorisch unterstützt wurde das PtJ durch die Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen der Bergischen Universität Wuppertal. 

Mehr Informationen

Dr.-Ing. Katharina Simon
SDE21-Direktorin für Architektur und urbane Innovation
Tel.: +49 202 439 4511
E-Mail: ksimon@uni-wuppertal.de

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